Info over dit verslag
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Kwaliteit: | ![]() ![]() |
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Taal: | Duits |
Woorden: | 815 |
Opvragingen: | 5 |
Hulpmiddeltjes
Waardering
Gemiddelde waardering: 3 uit 5 (30 stemmen)
Titels van Stefan Zweig
Angst (1) 1925 Brief einer Unbekannten (1) 1922 Die Augen des ewigen Bruders (0) 1922 Ein Mundvoll Erde (1) 1983 Erstes Erlebnis (0) 1911 Schachnovelle (11) 1943 Ungeduld des Herzens (0) 1938
Laatst gewijzigd op 19 juni 2001
Die Erzählung spielt auf einem Passagierdampfer, der unterwegs ist von New York nach Buenos Aires. An Bord befindet sich unter anderem ein Weltschachmeister, Mirko Czentovic. Von ihm hat der Freund des Erzählers bei der Abfahrt gesagt, dass er ein rarer Vogel sei.
Mirko Czentovic ist der Sohn eines armen Donau-schiffers. Wenn aber seine Eltern gestorben sind, wohnt der Knabe bei einem Pfarrer, der dem teilnahmlosen Jungen so gut wie nichts zu lernen weiß. Und wenn der Pfarrer mit dem Gendarmeriewacht-meister Schach spielt, starrt Mirko anscheinend gleich-gültig auf das Schachbrett. Eines Winterabends, indem man Schach spielt, wird der Pfarrer zu einer Todeskranke gerufen und Mirko spielt mit dem Wachtmeister die angefangene Partie zu Ende. Nach vierzehn Zügen ist aber der Wachtmeister geschlagen und die zweite Partie fällt nicht anders aus. Bei seiner Rückkehr ruft der Pfarrer erstaunt «Bileams Esel!», aber auch er wird von dem halb-analfabetischen Knabe mit Leichtigkeit geschlagen; in den darauffolgenden Tagen gewinnt er auch jede Partie. Im Café einer Nachbarstadt ist keiner dem 15Jährigen Knaben gewachsen. Nachdem er in Wien fachmässig in der Schachkunst ausgebildet worden ist, fängt seine er-staunliche Karriere an. Ihm fehlt aber die Kunst des Blindenspielens, er muss immer ein schwarz-weißes Schachbrett vor sich haben. Im Alter von 18 Jahren ist er aber ungarischer Meister, und mit 20 schon Weltmeister. Das ist sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass ihm jede weitere geistige Bildung durchaus abgeht, so dass er sogar nicht imstande ist, drei Sätze richtig zu schreiben. Es ist ihm nur darum zu tun, aus seinem Ruhm möglichst viel Geld herauszuholen, also wirkt er in Schachkreisen nicht sympatisch. Er hat nicht die geringste Ahnung, dass es außer Schach und Geld auch noch andere Werte gibt.
Die Neugierde des Erzählers, der sich für psychologische merkwürdige Fälle interessiert, wird ganz besonderes erregt, und um Czentovic auf seiner Höhle herauszulocken, setzt sich der Erzähler mit seiner Frau vor ein Schachbrett. Andere werden angezogen, Czentovic aber interessiert sich nicht. Einer der Interessieretn, Mc Connor, ein steinreicher Ingenieur, weiß den Schachmeister aber dazu zu bereden den folgenden Tag gegen ein Honorar von 250 Dollar eine Simultanpartie zu spielen. Sie endet mit einem glanzvollen Siege des Meisters, aber Mc Con-nor fordert Revanche. Wenn er aber bei dieser Partie einen Zug wagen will, der ihm anscheinend zum Sieg verhelfen könne, flüstert plötzlich eine Stimme eines Unbekannten: «Um Gottes Willen! Nicht!»
Durch das Eingreifen dieses Unbekannten kommt die Partie auf Remis. Bevor Mc Conner den Retter dazu bewegen kann, nur allein gegen Czentovic zu spielen, hat der Fremde schon wieder das Zimmer verlassen.
Wer ist dieser Unbekannte? Der Unbekannte erzählt dem Erzähler, er sei Dr.B., ein Österreicher, der sich unter ganz besonderen Umstände viel mit Schach beschäftigt hat. Im Jahre 1938 wird er von der Gestapo festgenommen, weil er in seiner Rechtanwaltspraxis heimlich Vermögen der kaiserlichen Familie und der Kirche verwaltet. Die Gestapo hofft belastendes Material gegen die Monarchisten und Klöster von ihm zu erspressen durch die denkbar raffiniertese Isolierung in einem ehemaligen Hotel, dem Hauptquartier der Gestapo.
Dort lebt er in einem Nichts, ohne Buch, Zeitung, Papier, Bleistift, Messer, Uhr und Zigaretten. Nach vier Monaten - seine Nerven haben schon stark gelitten - wird er zum sovielten Mal zur Vernehmung geführt. Während er sehr lange in einem Vorzimmer wartet, sieht er ein Buch in einer Tasche eines dort hängenden Mantels. Sehr unauffällig gelingt es ihm das Buch zu stehlen. Das Buch ist eine Sammlung von 150 Meister-schachpartien, entdeckt er, nachdem er es ins Zimmer mitgenommen hat.
Jetzt hat er eine Waffe gegen das Nichts; er kann nach einige Woche jede Partie blind nachspielen. Nach drei Monaten steht er jedoch wieder vor einem Nichts: er fängt aber an, neue Partien zu erfinden und in einem imaginären Raum gegen sich selbst zu spielen, was im Grunde eine Bewußtseinsspaltung voraussetzt, eine Spaltung in ein Ich-Weiß und ein Ich-Schwarz.
Dieser Zustand aber wird zu einer Besessenheit, deren er sich länger verwehren kann, zu einer 'Schach-vergiftigung' , die in ein Gehirnfieber mündet, aus dem er in einem Krankenhaus erwacht. Der Arzt fragt sich, ob er Chemiker oder Mathmatiker sei, aber weiß seine Entlassung zu erwirken unter der Bedingung, dass er die Heimat innerhalb 14 Tagen verlassen soll.
Der Tag, nachdem Dr.B. dieses alles erzählt hat, sitzen die beiden Großmeister einander gegenüber: Czentovic, unbeweglich, und Dr.B., ein bisschen unruhiger. Wenn Dr.B. anscheinend winnen wird, kapituliert Czentovic; er schiebt nämlich die Figure vom Brett. Jetzt folgt eine Revanche, trotz der Warnung des Erzählers nur eine Partie zu spielen. Eine Spannung und Hass steht zwischen den Spielern. Czentovic spielt für seinen Part-ner boshaft und vernichtend langsam.
Nach dem neunzehnten Zug bricht die Krise aus: Dr.B.
arbeitet in seinem Geist eine ganz andere Partie aus, stösst den Läufer vor und sagt: «Schach!», ohne das von einem Schach die Rede ist. Dann bemerkt er selber auch, dass er sich irrt. Er steht auf und sagt: «Ich bitte um Entschuldigung für meinen dummen Irrtum.»
Auch Czentovic geht und sagt, grössmütig zugebend: «Schade, der Angriff war gar nicht so übel disponiert. Für einen Dilettanten ist dieser Herr eigentlich ungewönlich begabt.»
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